Zwei bis drei Werbe-Mailings pro Woche haben die ersten Hürden genommen und sind nicht gleich im Papierkorb gelandet. Sie haben den Kontakt mit dem Kunden hergestellt und, wenn ihn ihr Inhalt interessiert, auch neugierig auf das beschriebene Produkt gemacht.
Nun soll der im Mailing enthaltene
„call-for-action“ – eine
„Aufforderung zu handeln“ – greifen:
Der zum Interessenten gewordene Empfänger soll aktiv
reagieren, zum Beispiel Kontakt mit Ihnen aufnehmen, an Ihrem
Gewinnspiel teilnehmen, Ihre Website aufsuchen, Ihr Produkt
bestellen usw. Wie ist das zu schaffen?
Folgende Kriterien machen ein Mailing zum einem erfolgreichen
Mailing:
Kontaktaufnahme:
Der Kunde soll das Gefühl
vermittelt bekommen, dass es genau um ihn geht. Er muss der
Aussage des Mailings zustimmen können und sich verstanden
fühlen. Er muss der Message vertrauen können.
Mitteilung anbringen:
Gut verständlich,
prägnant und aussagekräftig muss das Angebot/Produkt
erklärt werden. Wie hebt es sich von Konkurrenzprodukten ab?
Warum ist es vergleichsweise besser? Inwiefern ist es besonders
für den einen, bestimmten Kunden interessant?
Als Richtlinie dafür dienen auch
die vier Ps, die in den Text gepackt werden sollten:
• Picture (Bild): Dem Leser wird eine Vorstellung vom Produkt
gegeben.
• Promise (Versprechen): Besonderheiten des Produktes werden
betont.
• Proof (Beweis): Beweise dafür werden z.B. in Form von
Marktstudien geliefert.
• Push (Aufforderung): Die Aufforderung, mit Ihrer Firma in
Kontakt zu treten, wird eingebaut.
Die Kontaktaufname fällt dem Empfänger umso leichter, je mehr und je einfachere Möglichkeiten ihm dazu gegeben werden. Response-Elemente wie Fax-Antwortformulare oder auch Online-Formulare sollten ebenfalls gut durchdacht sein. Informationen über die Gegenwart sind ebenso wertvoll wie Informationen über die Zukunft des potentiellen Kunden (z. B.: „Besitzen Sie einen Neu- oder einen Gebrauchtwagen?“ und „Haben Sie vor, im Laufe des nächsten Jahres einen Neuwagen zu kaufen?“)
Beispiele für den Einsatz von Self-Mailern
Eine Firma bewirbt
eine Verkaufsaktion
Eine zeitlich begrenzte Verkaufsaktion, z. B. ein Weihnachtsmarkt
soll beworben werden. Für diese Aktion soll ein Katalog
produziert und in der näheren Umgebung der Firma zugestellt
werden. Um diesen Weihnachtskatalog noch
„erfolgreicher“ zu machen, schickt man 3 Tage dessen
Erscheinen einen personalisierten Selfmailer an bestehende Kunden
aus.
Dieser Selfmailer ist optisch dem Erscheinungsbild des Kataloges
angepasst. Für Kunden, die über eine Bonuscard
verfügen, kann im Selfmailer z. B. zusätzlich die
Rabattstufe eintragen werden. Der Katalog schließlich wird
einen Tag vor der Verkaufsaktion ausgesendet. Jetzt wird die Aktion
garantiert nicht in „Vergessenheit“ geraten.
Firmen werden angesprochen
Will man sich als
Produzent gezielt an einen spezifischen, kleineren Kundenkreis wie
z.B. Ärzte, Optiker oder Autohändler wenden, kann man zu
noch ausgefeilteren Werbemaßnamen greifen und mehrstufige
Mailingaktionen starten. Der Originalität sind hierbei kaum
Grenzen gesetzt.
Die erste Zusendung könnte je nach angesprochener Zielgruppe z.B. ein personalisiertes Päckchen mit einer vom „Fundbüro“ kommenden „verlorenen“ Geldbörse, Brille, Autoschlüssel, etc. sein.
Der „Trick“ mit dem Fundbüro macht neugierig und beim Auspacken der „Fundgegenstände“ erfolgen eine pointierte Aufklärung und Hinweise auf Ihre Firma, die Interesse für Ihr Produkt wecken.
Eine Antwortpostkarte zur Anforderung von Informationen oder für eine Terminvereinbarung liegt natürlich ebenfalls bei.
Als zweite Stufe der Direct-Marketing-Kampagne könnte jeder
Adressat auch eine persönliche Seite im Internet generiert
bekommen. Die Ankündigung dafür befindet sich ebenfalls
im ersten Mailing. Besucht er diese Seite, wird er mit seinem Namen
angesprochen und begrüßt.
Wie die Erfahrungen bisher zeigen, werden diese personalisierten
Webseiten sehr gut angenommen. Während der potentielle Kunde
die „eigene“ Internetseite durchforstet, können
zusätzlich Informationen über seine Interessen gesammelt
werden. Beim telefonischen Nachfassen ist es dann möglich
gezielt auf sie einzugehen.
Etwa zwei Wochen später wird als letze Erinnerung ein Selfmailer mit weiteren Informationen oder der Ankündigung eines Anrufes nachgesendet.
Wie kommt man zu Selfmailern?!
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